Studio # 02 (to whom it may concern) von , in .

Schirin Kretschmann setzt sich mit der Tradition des verräumlichten Bildraumes auseinander, den sie um Elemente der Ortsspezifika, Temporarität und Prozess­haftigkeit von Kunst erweitert. In seiner buch­stäblich musikalischen Qualität erweist sich ihr Werk als außerordentlich multiperspektivische Kunst, die nicht auf schrille oder laute Effekte setzen muss, um die Wahrnehmung ihrer räumlichen Umgebung zu verwandeln. Oftmals arrangiert Kretschmann die Materialien ihrer Arbeiten wie ein Bühnengeschehen und unterzieht sie wie dieses einem temporären Ablauf. Dabei lässt sie die – auch eine geläufige Parallele zu Aufführungswerken – kaum über die Dauer einer Ausstellung hinaus bestehen.

In ihrer Installation Studio # 02 (to whom it may concern) vereint Kretschmann architektonisch-abstrakte Elemente mit einer durch die Höhenunterschiede der einzelnen Plattenstapel nahegelegte Modulation des Materials, das der Vorstellung einer Festkörper gewordenen Raumakustik nahekommt. Dabei greift die Installation gleichsam die Tradition der minimalis­tischen Skulptur wieder auf und öffnet diese so für eine Vereinigung ganz unterschiedlicher sinnlicher Anschauungsformen.

Courtesy: kunstgaleriebonn