Sanitätshaus Hofmann No. 2 von , in .

Die Ausstellung zeigt das Foto einer Schaufenster­auslage des Sanitätshauses Hofmann. Das querformatige maßstabsgetreue Bild eines Schaufensterkastens, in Kniehöhe gehängt, suggeriert zum Verwechseln ähnlich die Selbstdarstellung des heimischen Sanitätshauses. Die Auslage des Schaufensters ist offenbar nach thema­tischen Gesichtpunkten montiert. Stützvorrichtungen für alle möglichen Körperteile, in einem betörend künstlichen Ambiente aus Stoffblumen und befruchten­dem Kleingetier verführerisch im Bild gerahmt. Was wird hier be- und umworben? Das Versprechen sanitärer Hilfe? Oder alles nur leeres Versprechen, gekünstelt und virtuell? Josephine Meckseper versteht sich bekanntlich als „politische Künstlerin“. Was heißt das? Dass sie „Kritik an der Konsumgesellschaft, den Medien und der Ästhetisierung der Politik“ (Gewagtes Spiel, in: Checkpoint 2008, S. 42) übt, indem sie die Sprache und Ästhetik der Medienwelt gegen diese selbst kehrt? Systemkritik und -teilhabe gleichermaßen artikuliert! Die neue Aufklärung!?