Salute to an Undone Sculpture von , in .

Ausgangspunkt der Arbeit „Salute to an Undone Sculpture“ ist die Feststellung, dass man in vergangenen Epochen zu Krisen- und Kriegszeiten oftmals die Standbilder ehemaliger Herrscher einschmolz, um das so gewonnene Material für die Fertigung von Kanonen zu verwenden. Auf diese Weise verschwanden im Laufe der Jahrhunderte etliche Skulpturen. Sie wurden zunächst in Kriegsgerät und teilweise – in den folgenden Friedensepochen – wieder in Kunstwerke, welche die Stärke der siegreichen Feldherren belegen sollten umgegossen.

„Mit der Entscheidung gleich eine Kanone zu gießen und eine mögliche Skultur auszulassen versuche ich, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Der entstandene Bronzeguss ist ein Hybrid. Zwar bleibt er formal ein Kanonenrohr und wäre als solches auch voll funktionsfähig, doch setzt er sich, durch seine Idee, deutlich von einem Kanonenrohr ab. Obwohl ihn, von seiner bloßen Erscheinung her, nichts über einen schönen, wenn auch veralteten Gebrauchsgegenstand erhebt, kann er sich nicht von seiner Künstlichkeit lösen und wird somit zwangsläufig selber zu der zu seinen Gunsten ausgelassenen Skultur.“ (Johannes Wald)

Courtesy:Galerie Great Meert, Bruxelles