O.T. Cinematic Narrative (1, 2, 3, 4) von , in .

Anthropomorphe Gestalten, Köpfe, Füße – tief in skulpturalen Archetypen verwurzelt, aufscheinend als
totemistische Masken in ihrer äußerst fragilen Hand­habung. Feine Drahtgeflechte, Styroporgerippe, verdrahtete Zweige, versetzt mit Fundstücken zur Hand, plastiziert mit selbsthärtendem Ton, bemalt …

Doch über alles Fetischhafte hinaus transzendiert die kunsthistorische Verankerung von Bhabha’s Arbeit die skulpturale Praxis des 20. Jahrhunderts, welche beharrlich weiter Bestand hat jenseits kultureller und  zivilisatorischer Eigenheiten. Bhabha selbst beschreibt ihre Skulpturen oft als ‚characters‘, als Zeichen, die ihr mehrdeutiges Wesen in einem Netz sich verschie­bender Bezüge entfalten. Mit Fotografie setzt Bhabha ihre Skulpturen in Bewegung, entwickelt Bildfolgen, die die Dimensionen der Objekte verunsichern. Wie in dieser Ausstellung: „Cinematic Narrative“ die monumentalen ‚Füße‘,  die in der Weite des Raumes in ihrer wahren Größe unbestimmbar werden.

Courtesy: Salon 94, New York; Paolo Curti / Annamaria Gambuzzi & Co, Milano