Neue Räume von , in .

Der Begriff „Aufbruch“ ist skalierbar: Es gibt Ereignisse, die eine ganze Generation umwälzen. Das Ende des zweiten Weltkriegs hatte nicht nur in Deutschland den Aufbruch einer ganzen Gesellschaft zur Folge. Paradig­menwechsel. Auch in der bildenden Kunst: Die Abkehr von tradierten Formen, vom Abbildhaften und Naturalistischen, die Hinwendung zur abstrakten Malerei. „Aufbruch“ lässt sich auch klein skalieren, auf das Leben. Immer wieder stoßen wir auf Schwellen, ständig brechen wir auf. Wir werden nicht müde, Schwellen zu übertreten um alte Räume hinter uns zu lassen und neue Räume zu betreten. Um in den neuen Raum zu kommen, müssen wir durch die Tür. Es sind Impulse und Klopfsignale, die uns dazu auffordern, sie zu öffnen. Noch können wir umkehren – In diesem Moment des Überschreibens halten wir noch mal inne und horchen genau darauf, ob wir gehen sollen oder nicht. Erst wenn wir die Schwelle übertreten und die Tür hinter uns geschlossen haben, sind wir im neuen Raum. Das kann dauern. Drei Sekunden, oder viel länger. Was ist hier? Welche Konsequenzen hat der Aufbruch? Wenn wir den neuen Raum betreten, ändern wir alles, es ergeben sich neue Konstellationen, andere Dringlichkeiten. Wieder sind es die Signale, die es zu decodieren gilt, die uns sagen wohin wir gehen könnten.

Unterstützung: Tobias Behning, Sebastian Russ, Jan Freymann, Daniel Herrmann Holzkonstruktion, Ausdioelektronik, Sensoren.