Digitale Negative von , in .

Bei der Umwandlung eigener Fotogramme oder auch solcher von Man Ray oder Lásló Máholy-Nagy vom Negativ ins Positiv fiel Thomas Ruff auf, dass sich die Erscheinungsform des Positivbildes durch die Umkehrung ins Negativ stark veränderte. Um diese andere Wahr­nehmung zu begreifen, beschloss er, das ‚Negativ‘ in seiner fotografischen Wirklichkeit und bildnerischen Qualität zu erforschen und wandte die Invertierung auf historische Fotografien an. Dabei bemerkte er, dass
sich die kompositorische Gestaltung in den Vorder­grund schob. Zusätzlich wandelte sich durch die Umkehrung der die Realität suggerierende bräunliche Farbton in ein kühles artifizielles Blau.

Courtesy: Victor Gisler, Mai 36 Galerie, Zürich