David Douglas Duncan von , in .

Der US-amerikanische Fotojournalist David Douglas Duncan ist durch seine dramatischen, teilweise kritischen
Kriegsfotografien bekannt geworden, sowie durch Fotoessays über Pablo Picasso, die er in mehreren Bild­bänden veröffentlicht hat. In der Sindelfinger Altstadt: Die Lange Straße in den 1950er Jahren am ehemaligen Gasthaus Mohren mit dem Schweif eines Mercedes-300SL Flügeltürers. Duncan hatte in Sindelfingen einen 300 SL abgeholt und war beim Herumstreunen in der Altstadt auf den ausgebombten Platz an der Stadtmauer gestoßen. Dabei ist wohl das großartigste Bild des neuen Sindelfingen entstanden. Duncan:

„Arthur Keser glaubte, ich sei verrückt geworden. Ich war in sein Pressebüro in die riesigen Daimler-Benz-Werke gekommen und hatte ihm erklärt, ich bräuchte ihren schnellsten Wagen mit ihrem besten Renn-Test-Fahrer und die Polizei sollte die Straßen absperren. Aber nicht den Wagen wollte ich fotografieren, sondern ein Gespenst. Außerdem brauchte ich einen Techniker, der für den Fahrer die richtige Geschwindigkeit berechnen muss, mit der er, während einer Belichtungszeit von einer halben Sekunde, über eine Strecke von 30 m rast (…) und einen Dolmetscher für den Fall, dass die Polizei Schwierigkeiten bereite (dafür bat er Fürst von Urach, der es gewohnt ist, mit Polizisten genau so lässig umzugehen wie mit Fotografen und neun Sprachen). Und dann ging’s los – in das Herz von Sindelfingen.“ (21. Juni 1955).