Aus: „Alle Kamele sind ein Kamel“ Schoppenhauer Porschemotor 911; Kreuz; Kuppel von , in .

Thomas Bayerles Werk ist geprägt von der Idee des Webens. In der Ausstellung laufen technische und spirituelle Prozesse ineinander – Rhytmisierung und Monotonie zwischen technischen Vorgängen und rituellen Handlungen. Zentral, ein laufender, aufgeschnittener Porschemotor mit einem 3-fach überlagerten Ton – der satte Klang des Verbrennungsmotors versetzt mit dem rhytmischen Rattern von Webstühlen und dem Sing-Sang betender Frauen. Die weiteren Objekte im Raum exemplifizieren das Verwobensein. Mit der Vorstellung des Webers näherte sich Bayrle schon früh gesellschaftspolitischen Verhältnissen, schärfte seinen Blick für Massenphänomene, lenkte ihn auf China, zwei Mao-Maschinen entsprangen. „Die Menschen wurden ja regelrecht miteinander zu einem programmierten Feld verwoben“. Und heute? Nach längerem Aufenthalt in China? „Es wird alles miteinander verwoben. Aus zwei politischen Systemem (…) erwächst jetzt etwas anderes (…) Ja, es wird ein Drittes (…)“. Auszüge aus einem Gespräch von Thomas Bayrle und Udo Kittelmann.

Courtesy: Galerie Barbara Weiss, Berlin